Das ist doch echt nicht zu glauben: Da ereifern sich die Leute doch tatsächlich über die Frage, ob der entgeltliche Erwerb von Informationen und Beweismitteln legal war, mit dem die Steuerhinterzieher mit ihren Millionen in Liechtenstein überführt werden sollen. Ja, haben die denn noch alle Nadeln an der Tanne?
Ich rege mich mehr darüber auf, dass jeder noch so kleine Sparbuchbesitzer vom Staat mit seinen paar krötigen Zinsen abgezockt wird (immer weitere Kürzung der Freibeträge, ab 2009 Zinsabschlagsteuer) während diese Geldsäcke Schlupflöcher ausnutzen, ihr Geld heimlich und unversteuert im Ausland anzulegen. DAS ist doch das eigentliche Ärgernis.
Die Frage der Legalität der Beschaffung von Beweismitteln wird doch auch nicht gestellt, wenn ein verdeckter Ermittler von einem Drogendealer Drogen kauft, um ihn wegen des Handels und nicht nur wegen des Besitzes von Drogen verknacken zu können. Da ist diese Frage egal, bei den Steuern aber nicht?
Wenn hier nicht endlich mal ein Exempel statuiert wird, soll sich niemand mehr wundern, dass die Umgehung von Steuern landläufig als Kavaliersdelikt angesehen wird! Der Mittelstand, die tragende Säule unserer Wirtschaft, hat alle diese Möglichkeiten nicht, der kleine Sparbuchbesitzer schon garnicht!
Aber ich sehe es schon kommen: Diese Diskussion stellt die Weichen für eine aussergerichtliche Einigung über ein Bußgeld, dass diese Leute aus der Portokoasse zahlen!
Btw.: Ich würde gern einmal eine Million Steuern zahlen, in dem Bewusstsein, dass mir ja noch eine Million netto verbliebe!

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