Es erfüllt mich mit Freude, zu beobachten, dass sich wenigstens im Ausland (Paris, London, San Francisco) für Tibet stark gemacht wird! Erst recht, nach den Verhaftungen vom Wochenende.
Auch wenn manche Leute (vor allem Sportler) der Meinung sind, Sport ist Sport und Politik ist Politik, ich sehe das anders! Sport hat auch mit Politik zu tun (”Sport macht frei” - schon mal gehört?): Warum richtet ein Land wie China die Olympischen Spiele aus? - Ganz klar, das hat nur mit Prestige zu tun. China will sich als freies Land präsentieren! (Auf, dass ich mich gleich totlache!) Wenn man ihnen genau hier zeigt, dass sie das nicht sind, ist das Prestige-Modell gescheitert, und genau hier muss angesetzt werden.
Wenn unsere Weicheier von Politikern oder Sportbonzen im IOC dazu nicht in der Lage sind, muss eben der Sportler und der Mann / die Frau von der Straße die Sache in die Hand nehmen und sich stark machen - Zeichen setzen! Es ist mir wirklich unverständlich warum die Verantwortlichen da noch lange herumlabern und diskutieren, wenn es doch auf der Hand liegt, was zu tun ist. Ein Land, dass sich so verhält, kann den olympischen Gedanken wohl kaum ernsthaft vertreten und demonstrieren. Sollen sie doch alleine die olympischen Spiele abhalten. Wenn man sich jetzt ein büschen dreht, kann man den Chinesen auch durch Fernbleiben von den Spielen zeigen, was die Stunde geschlagen hat und für die Sportler Ersatzveranstaltungen organisieren. Man muss nur wollen!
Ich gehe jedenfalls nicht zur Eröffnungsfeier und werde die Spiele auch nicht im Fernsehen verfolgen. Möge die Flamme nach Hamburg kommen, ich schließe mich den Demonstrationen an! Diese Sprache versteht man in China.

9 April 2008 at 10:44
Für die Klammerkonstruktion in der Überschrift habe ich n Moment gebraucht.
Die Vergabe der Spiele an die Chinesen war ein großer Fehler. Schade, dass erst Gewalt nötig ist, um mal ein Zeichen zu setzen.
9 April 2008 at 11:10
Ja, obgleich ich die Gewalt verabscheue und unnötig finde, war sie leider wohl nötig, um mal ein paar Leutchen wachzurütteln. Ansonsten den Fackellauf zu behindern, zu demonstrieren und lautstark oder mit Plakaten Widerstand zu zeigen finde ich richtig.